Definition der Chiropraktik

Die Chiropraktik befasst sich mit der ganzheitlichen Diagnose, Behandlung, Prophylaxe und Rehabilitation von Funktionsstörungen und schmerzhaften Syndromen des Bewegungsapparates, (v.a. der Wirbelsäule und des Beckens, aber auch der Rippen-Gelenke sowie peripheren Gelenke) und deren biomechanischen und neurophysiologischen Konsequenzen. (Schweiz. Chiropraktik-Institut SCI,1,2001).
Nach Unfällen, Überbelastungen oder dauernder Fehlbelastung der Wirbelsäule können Störungen auftreten, welche die Beweglichkeit der Gelenke beeinflussen. Daraus können Gelenksblockierungen entstehen, die meistens mit Muskelverspannungen und Schmerzzuständen einhergehen. Zu den lokalen Beschwerden des Bewegungsapparates kommen noch die davon ausgehenden Störungen, wie z. B. gewisse Arten von Schwindel, Kopfschmerzen, Migränebeschwerden, ausstrahlende Schmerzen in die Arme oder Beine, Pseudo-Herzbeschwerden u.a.. Diese Beschwerden werden vom Chiropraktor gelindert oder behoben.
Die Chiropraktik hat in der modernen Medizin wesentlich zur Erkenntnis beigetragen, dass die Wirbelsäule als wichtiger Krankheitsfaktor betrachtet wird. Reflektorisch können oft auch tieferliegende Organe positiv beinflusst werden. Im Kreise der wissenschaftlich anerkannten Heilberufe nimmt die Chiropraktik als selbständige Disziplin im Gesundheitswesen die Stellung zwischen Rheumatologie, Neurologie, Orthopädie, und innerer Medizin ein.
Als eigenständige Heilmethode hat die Chiropraktik im heutigen Gesundheitswesen die wichtige Aufgabe, Patienten auf natürlichem Wege zu helfen, in der Regel ohne Chirurgie und ohne Medikamente. Bei Bedarf werden Patienten einem entsprechenden Spezial- oder Facharzt zugewiesen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Hausärzten, Spezialisten sowie Krankenhäusern ist heute Alltag. Der Chiropraktor arbeitet grundsätzlich ohne Überweisung einer anderen Medizinalperson, selbständig und unabhängig und in eigener Verantwortung.

Gesetzliche Grundlagen

Leistungen des Chiropraktors werden in den folgenden Bundesgesetzen und den entsprechenden Verordnungen geregelt
Krankenversicherungsgesetz (KVG) Unfallversicherungsgesetz (UVG) Militärversicherungsgesetz (SUVA) Strahlenschutzgesetz (StSG)

Seit 1964 werden die Leistungen der Chiropraktoren als Pflichtleistung von
Medizinalpersonen anerkannt. Seither werden chiropraktische Leistungen aus der Grundversicherung der Krankenkassen gedeckt.

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